Warum wurden die DGG gegründet?

Die Gesellschaft wurde als Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Preußischen Staaten durch Kabinettsorder vom 04. Juli 1822 gegründet; laut Kabinettsorder vom 17. August 1857 umbenannt in Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten und durch Kabinettsorder vom 17. Juni 1910 umbenannt in Deutsche Gartenbau-Gesellschaft.

Geschichte

Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft wurde 1822 in Berlin als „Verein zur Beförderung des Gartenbaues im Preußischen Staate“ gegründet. 

Erster Gartenbauverein Deutschlands

Ziel war die Verbesserung und Verbreitung des Gartenbaus und der Gartenkultur für Gärtner und Bürgertum durch Fachinformationen und -beratung, Publikationen, Vorträge und Ausstellungen. Neben einer Reihe hochrangiger Kunst-, Hof- und Handelsgärtner sowie Persönlichkeiten aller gesellschaftlichen Schichten verliehen namhafte Wissenschaftler dem Verein und seiner Tätigkeit wesentliche Impulse – so zum Beispiel Alexander und Wilhelm von Humboldt, Turnvater Jahn, Landwirtschafts-Experte Albrecht Daniel Thaer, der Dichter Ernst Moritz Arndt, die Industriellen Werner von Siemens und August Borsig sowie – allen voran – Peter Joseph Lenné als aktives Vorstandsmitglied.

Begründer des Gärtnertums in Deutschland

1823 stellte Lenné dem Verein seine Pläne für eine Fachschule zur Ausbildung von Gärtnern vor, denn in der fachlichen Anleitung sah er die Chance, das Interesse für das Nützliche mit dem Sinn für das Schöne zweckmäßig zu verbinden. Noch im selben Jahr kam es zur Gründung der Gärtner-Lehranstalt in Neu- Schöneberg der späteren Fachhochschule in Berlin-Dahlem.

Pionier der Gartenschauen

Die volle Entfaltung seiner Kapazität erreichte der Verein durch regelmäßige Pflanzen-Ausstellungen auf hohem Informationsniveau, darunter die Große Allgemeine Gartenbau-Ausstellung 1890 und die Internationale Gartenbau-Ausstellung 1909 in Berlin.

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft

1910 erhielt der Verein den Namen „Deutsche Gartenbau-Gesellschaft“. Die Kriegsjahre lähmten die Aktivitäten fast vollends. Erst mit der Wiederbegründung 1955 unter der Präsidentschaft von Graf Lennart Bernadotte begann eine neue Ära. Seit 1990 nennt sich der Verein „Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V.“.
Graf Lennart stellte die DGG unter das Motto „Gärtnern um des Menschen willen“, verkündete 1961 die „Grüne Charta von der Mainau“ und initiierte im gleichen Jahr den Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. 1982 wurde seine Ehefrau, Gräfin Sonja Bernadotte, zur Präsidentin gewählt und blieb es 26 Jahre lang bis kurz vor ihrem Tod im Herbst 2008. Unter dem von ihr erweiterten Leitgedanken „Gärtnern um des Menschen und um der Natur willen“ förderte Gräfin Sonja die Gartenkultur durch zukunftsweisende Projekte wie die „Wege zur Naturerziehung“, Wettbewerbe und Auszeichnungen für herausragende Leistungen.

Neue Ära in Berlin

Karl Zwermann, zuvor 15 Jahre Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e.V. (ZVG), wurde im Oktober 2008 zum Nachfolger von Gräfin Sonja gewählt. Mit seiner Präsidentschaft beginnt eine neue Ära der DGG, die mit Beginn des Jahres 2009 zurückkehrte zu ihren Ursprüngen: nach Berlin. Für die Gartenkultur und den Freizeitgartenbau will die DGG hier ihren Einfluss auf die Politik geltend machen.
Heute sieht sich die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft, älteste deutsche gärtnerische Vereinigung, als Dachverband der grünen Vereine, Vereinigungen, Verbände und Interessengemeinschaften in Deutschland und will durch Zusammenarbeit möglichst vieler Gleichgesinnter die Bedeutung des „Gärtnerns um des Menschen und der Natur willen“ gegenüber Gesellschaft und Politik stärken.

Seit dem 14.10.2016 ist Prof. Dr. Klaus Neumann neuer Präsident der DGG 1822. Ihm zur Seite stehen Vizepräsidentin Heike Boomgaarden, Vizepräsident Werner Ollig und Schatzmeisterin Gabriele Thöne.