Deutsche Gartenbaubibliothek

Das Gedächtnis des deutschen Gartenbaus – Wissen bewahren, Geschichte verstehen.

„Die Deutsche Gartenbaubibliothek (DGB) ist die bedeutendste Spezialbibliothek für den Bereich Gartenbau im deutschsprachigen Raum.“

Einzigartiger Wissensschatz

Gegründet, um das gartenbauliche Schrifttum systematisch zu sammeln, umfasst die Bibliothek heute eine beeindruckende Sammlung an Monografien, Zeitschriften und historischen Dokumenten. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Forscher, Praktiker und historisch Interessierte.

Historische Bestände

Seltene Werke aus mehreren Jahrhunderten dokumentieren die Entwicklung der Gartenkunst und der Anbautechnik.

Fachzeitschriften

Eine lückenlose Sammlung wichtiger Branchenpublikationen ermöglicht die Rückverfolgung gartenbaulicher Trends und Erkenntnisse.

Trägerschaft & Kooperation

Die Bibliothek wird von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin (TU) betreut. Diese Allianz garantiert die wissenschaftliche Aufarbeitung und die öffentliche Zugänglichkeit der Bestände.

Dank moderner Digitalisierungsprojekte werden immer mehr historische Schätze auch online verfügbar gemacht, um das kulturelle Erbe des Gartenbaus weltweit zugänglich zu machen.

Kontakt & Recherche

Standort

Technische Universität Berlin
Universitätsbibliothek
Fasanenstraße 88, 10623 Berlin

Die Bestände sind über den Online-Katalog (OPAC) der TU Berlin recherchierbar.

DGG 1822 e.V.

Kleine Präsidentenstraße 1
10178 Berlin
Tel: 030-2809 34 25
info@dgg1822.de

Die Deutsche Gartenbaubibliothek geht im Kern auf die Bibliothek des 1822 gegründeten Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten zurück (ab 1910: Deutsche Gartenbau-Gesellschaft, DGG), der mit zahlreichen Gartenbauvereinen im In- und Ausland in Tauschverbindung stand.

Weitere bedeutende Vorgängerbibliotheken sind die Bibliothek des 1860 gegründeten Deutschen Pomologen-Vereins und des 1887 gegründeten Vereins deutscher Gartenkünstler (heute: Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, DGGL).

Robert Zander setzte sich ab 1926 im Reichsverband des deutschen Gartenbaues e.V. dafür ein, diese und andere Fachbibliotheken zu einer einzigen zusammenzuführen.

Dies wurde im Zuge der Umstrukturierung des gesamten Gartenbauwesens nach 1933 möglich. Zander konnte erreichen, dass die Bibliotheken – mit Ausnahme der des aufgelösten Reichsverbandes – nicht enteignet und in den Reichsnährstand überführt wurden, sondern im Eigentum der jeweiligen Verbände blieben. Zu diesem Zweck gründeten acht mit Bibliotheken versehene Gartenbau-Organisationen 1936 den nicht rechtsfähigen Verein Bücherei des Deutschen Gartenbaues, und die Bestände wurden im Haus des Deutschen Gartenbaues in Berlin-Charlottenburg räumlich zusammengeführt.

Nach kriegsbedingter Auslagerung holte Zander die Bestände nach Berlin zurück, und 1952 wurde die Bücherei des Deutschen Gartenbaues in das Vereinsregister eingetragen. Seit 1965 befindet sich die Bibliothek in der Obhut der Technischen Universität Berlin.

2017 wurde die Bücherei des Deutschen Gartenbaues in Deutsche Gartenbaubibliothek umbenannt. Diesen Namen führen seitdem sowohl der eingetragene Verein als auch die Sondersammlung Gartenbaubücherei innerhalb der Universitätsbibliothek“.

Die Deutsche Gartenbaubibliothek mit ihren heute mehr als 55.000 Bänden ist zu einer europa- und auch weltweit bedeutenden Sammlung für gartenkulturelles Schrifttum herangewachsen. In enger Kooperation zwischen Universitätsbibliothek und Verein wird der Bestand kontinuierlich erweitert, erschlossen, als Kulturgut bewahrt und digitalisiert. Fachlich Interessierten bieten sich vielfältige Recherchemöglichkeiten und eine breite Informationsbasis für alle Sparten des Gartenbaues, der Gartengestaltung und Gartengeschichte; ob vor Ort in der Universitätsbibliothek oder online in den frei zugänglichen digitalen Archiven und Sammlungen.

Jedes Jahr verleiht die DGG den DGG-Buchpreis:  https://dgg1822.de/dgg-buchpreis/ Die von den Verlagen eingesendeten Bücher sowie die Gewinnerbücher werden jährlich nach der Preisverleihung an die Deutsche Gartenbaubibliothek übergeben.

Foto: Übergabe der Bücher des DGG-Buchpreises 2024  v.l.n.r:  Kathrin Woywod (Dt. Gartenbaubibliothek), Dr. Clemens Wimmer (Dt. Gartenbaubibliothek), Bettina de la Chevallerie (Deutsche Gartenbau-Gesellschaft), Frank Singhof /Dt. Gartenbaubibliothek)

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V.