Deutsche Gartenbaubibliothek
Die Deutsche Gartenbaubibliothek ist eine europa- und weltweit bedeutende Sammlung für gartenkulturelles Schrifttum – verwurzelt seit 1822, beheimatet seit 1965 an der Technischen Universität Berlin.
200 Jahre gartenkulturelles Schrifttum
Die Deutsche Gartenbaubibliothek geht im Kern auf die Bibliothek des 1822 gegründeten Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten zurück, der mit zahlreichen Gartenbauvereinen im In- und Ausland in Tauschverbindung stand.
Weitere bedeutende Vorgängerbibliotheken sind die Bibliothek des 1860 gegründeten Deutschen Pomologen-Vereins und des 1887 gegründeten Vereins deutscher Gartenkünstler (heute: Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, DGGL).
Die Deutsche Gartenbaubibliothek mit ihren heute mehr als 55.000 Bänden ist zu einer europa- und auch weltweit bedeutenden Sammlung für gartenkulturelles Schrifttum herangewachsen. In enger Kooperation zwischen Universitätsbibliothek und Verein wird der Bestand kontinuierlich erweitert, erschlossen, als Kulturgut bewahrt und digitalisiert.
Übergabe der Bücher des DGG-Buchpreises 2024
v.l.n.r.: Kathrin Woywod (Dt. Gartenbaubibliothek), Dr. Clemens Wimmer (Dt. Gartenbaubibliothek), Bettina de la Chevallerie (Deutsche Gartenbau-Gesellschaft), Frank Singhof (Dt. Gartenbaubibliothek)
Was die Bibliothek bietet
Fachlich Interessierten bieten sich vielfältige Recherchemöglichkeiten und eine breite Informationsbasis für alle Sparten des Gartenbaues, der Gartengestaltung und Gartengeschichte.
Frei zugängliche digitale Archive und Sammlungen ermöglichen weltweite Recherche – ob historisches Schrifttum oder aktuelle Fachpublikationen.
Historische Bestände werden systematisch digitalisiert und als dauerhaftes Kulturgut für kommende Generationen gesichert und zugänglich gemacht.
Von 1822 bis heute
Eine bewegte Geschichte – vom Verein zur Beförderung des Gartenbaues bis zur modernen Universitätsbibliothek.
Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten – mit umfangreichem Tauschnetzwerk zu Gartenbauvereinen im In- und Ausland.
Bibliothek des Deutschen Pomologen-Vereins (1860) und des Vereins deutscher Gartenkünstler (1887) kommen hinzu.
Robert Zander setzt sich für eine einzige Zentralbibliothek ein. 1936 gründen acht Organisationen die „Bücherei des Deutschen Gartenbaues“ – Bestände im Haus des Deutschen Gartenbaues, Berlin-Charlottenburg zusammengeführt.
Nach kriegsbedingter Auslagerung und Rückholung nach Berlin wird die Bücherei des Deutschen Gartenbaues offiziell eingetragen.
Seit 1965 befindet sich die Bibliothek in der Obhut der Technischen Universität Berlin als Sondersammlung Gartenbaubücherei.
Der eingetragene Verein und die Sondersammlung tragen seitdem gemeinsam den Namen Deutsche Gartenbaubibliothek.
Jährliche Buchübergabe
Jedes Jahr verleiht die DGG den DGG-Buchpreis auf der Leipziger Buchmesse. Die von den Verlagen eingesendeten Bücher sowie die Gewinnerbücher werden jährlich nach der Preisverleihung an die Deutsche Gartenbaubibliothek übergeben – so wächst der Bestand kontinuierlich.
Buchpreis
- Seit 1957 jährlich vergeben
- Verleihung auf der Leipziger Buchmesse
- 1.000 € Geldpreis + Urkunde
- Kooperation mit dem MDR
Übergabe an die Bibliothek
- Alle Einsendungen der Verlage
- Alle Top-5-Auszeichnungen
- Jährliche Erweiterung des Bestands
- Zum DGG-Buchpreis →
Aktuelle Buchpreisverleihungen
Foto: Übergabe der Bücher des DGG-Buchpreises 2024 v.l.n.r: Kathrin Woywod (Dt. Gartenbaubibliothek), Dr. Clemens Wimmer (Dt. Gartenbaubibliothek), Bettina de la Chevallerie (Deutsche Gartenbau-Gesellschaft), Frank Singhof /Dt. Gartenbaubibliothek)
